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W&E Infobrief

Konferenz: Zollsenkung bei Industriegütern - ist die WTO ein Desaster für Entwicklung und Umwelt?

13.07.2006: Konferenz mit internationalen Experten am 13. Juli in der Neuen Mälzerei/Umweltforum in der Friedenstr. 91, Berlin. Von 10 bis 21 Uhr.

Der EED, Greenpeace, Oxfam und WEED laden in Kooperation mit der IG Metall zu der Konferenz "Zollsenkung bei Industriegütern - ist die WTO ein Desaster für Entwicklung und Umwelt?" ein.

Welche Auswirkungen hat die Liberalisierung des Handels mit Industriegütern auf Entwicklung und Umwelt? Dieser Frage geht die Konferenz "Zollsenkungen bei Industriegütern" vor dem Hintergrund der laufenden Verhandlungen der Welthandelsorganisation (WTO) nach. In diesen Verhandlungen, die sich in ihrer entscheidenden Schlussphase befinden, vertritt die Europäische Kommission einen harten Liberalisierungskurs, der von der Bundesregierung unterstützt und eingefordert wird.

Bei den Verhandlungen zum verbesserten Marktzugang für nicht-agrarische Güter (so genannte NAMAs bzw. Industriegüter) setzt sich die Bundesregierung für die Exportinteressen der deutschen Industrie ein. Dieser sind die teils noch hohen Einfuhrzölle in einigen Entwicklungsländer ein Dorn im Auge. Die hartnäckige Position Deutschlands trägt dazu bei, dass die EU eine aggressiven Marktzugangsdoktrin im NAMA-Bereich vertritt und Zugeständnisse im Agrarbereich von einer weitgehenden Zollsenkung bei Industriegütern abhängig macht.

Für die Bundesregierung spielen die Folgen einer weitgehenden Zollsenkung bei Industrieprodukten für Umwelt und Entwicklung offenbar nur eine untergeordnete Rolle. Zahlreiche Studien, darunter auch die von der Europäischen Kommission in Auftrag gegebenen Folgenabschätzungen, dokumentieren negative Auswirkungen der Zollsenkungen für die industrielle Entwicklung in den Ländern des Südens, für Umwelt- und Ressourcenschutz sowie Arbeitsbedingungen und Standards in Industrie- und Entwicklungsländern.

Zur Konferenz geladen sind, neben anderen, Martin Khor vom Third World Network, Nelson Ndirangu, NAMA-Verhandlungsführer von Kenya, Michael Glos, Bundeswirtschaftsminister, Esther Busser von der ICFTU, Darlan Fonseca Martí vom South Centre, Luiz Felipe de Seixas Corrêa, ehemaliger WTO-Vertreter Brasiliens und derzeitiger Botschafter in Berlin, Fernando Lopes, Generalsekretär der Brasilianischen Metallgewerkschaft und Bernd Gottschalk vom Verband der Automobilindustrie.

Unten finden Sie das Programm für den 13. Juli zum download als pdf.

Achtung: Unter folgendem Link gibt es einige ausgewählte Konferenzmitschnitte zum anhören: www.greenpeace-berlin.de/themen/energie/aktuelles/aktuelles/archive////das_nama_drama_im_kulturforum/index.html

Zugehörige Dateien:
nama12.pdfDownload (147 kb)