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Elektromobilität mit Nebenwirkungen - Folgen des Lithiumabbaus in Bolivien, 29.06.22

16.06.2022 | Am Beispiel des Lithiumabbaus in Bolivien werden die globalen Auswirkungen unseres Rohstoffhungers diskutiert. Online-Veranstaltung von 19.00 - 20.30 Uhr

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Web-Seminar am 21.06.2022 "Foulspiel mit System"

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Zivilgesellschaftliche Kritik des Weltentwicklungsberichts erschienen

22.11.2004: Foreign Direct Investment - High Risk, Low Reward for Development

Der Weltentwicklungsbericht des Jahres 2005 "Ein besseres Investitionsklima für alle" hat sieben Autoren aus drei Ländern (Deutschland, Bangladesch, Brasilien) zu einer Studie veranlasst, in der die investorenfreundliche Ideologie der Weltbank einer Kritik unterzogen und die Wirkung ausländischer Direktinvestitionen auf Wirtschaft und Entwicklung untersucht wird.

Die Hauptergebnisse der Studie "Foreign Direct Investment - High Risk, Low Reward for Development", die vom Evangelischen Entwicklungsdienst (EED) in Zusammenarbeit mit WEED, BLUE 21, dem BIF, dem Centre for Policy Dialogue (Bangladesch) und IBASE (Brasilien) erstellt wurde, lassen sich folgendermassen zusammenfassen:

  • Es existiert ein grundsätzlicher Gegensatz zwischen dem Ziel der Armutsreduzierung einerseits und der Forderung von Investoren nach weniger Steuern, geringeren Löhnen und Lockerung von Sozial- und Umweltauflagen andererseits
  • Ausländische Direktinvestitionen sind für die Volkswirtschaft des Gastlandes sicherlich besser als Spekulationen an der heimischen Börse. Aber selbst diese Form des Borgens ausländischer Ersparnisse für die eigene Wirtschaft kann Zahlungsbilanzen in erhebliche Schieflagen bringen (Bsp. Bangladesch u.a.).
  • Strikte Regulierung und Überwachung transnationaler Konzerne ist vor allem bei strategisch wichtigen Industriezweigen (Beispiel Ölindustrie, Banken) erforderlich. Im Fall der Ölindustrie stehen Sicherheit und Frieden auf dem Spiel; im Finanzsektor können ausländische Direktinvestitionen die Kreditversorgung des Mittelstands und die Stabilität des Bankensystems bedrohen.
  • Ausländische Direktinvestitionen zur Privatisierung von Staatsbetrieben in Dienstleistungsbereichen helfen den Armen kaum, denn die Investoren modernisieren diese Betriebe für zahlungskräftige Kunden, nicht für Menschen an der Armutsgrenze.
  • Inwieweit es zu positiven "spillovers" von ausländischen Direktinvestitionen kommt, ist abhängig von dem gesamtwirtschaftlichen Umfeld und dem Zuschnitt und der Regulierung dieser Zuflüsse durch die Regierung. Dies belegt ein Blick in die Wirtschaftsgeschichte führender Industrieländer.

Der Bericht ist in englischer Sprache erhältlich unter: www.eed.de/fix/files/FDI_Lanzet.pdf