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W&E Infobrief

Die Privatisierung der Weltpolitik - Entstaatlichung und Kommerzialisierung im Globalisierungsprozess

04.04.2001: Reihe EINE Welt - Texte der Stiftung Entwicklung und Frieden, Bd. 11

  

320 Seiten, Broschur
DM/sFr 24,80/öS 181,-
ISBN 3-8012-0299-2

Private Akteure mischen sich immer stärker direkt in die Weltpolitik ein. Häufig übernehmen transnationale Unternehmen (TNCs) und nichtstaatliche Organisationen (NGOs) vormals staatliche Aufgaben. Bislang öffentliche Tätigkeits- und Handlungsfelder werden zunehmend kommerzialisiert. Diese "Privatisierung der Weltpolitik" ist ein widersprüchlicher, bislang kaum beachteter Aspekt der Globalisierung. Führt er zu größerer Beteiligung der Bürger oder zum Bedeutungszuwachs exklusiver Clubs?

Wird der Globalisierungsprozess zunehmend durch transnationale Konzerne (TNCs) und nichtstaatliche Organisationen (NGOs) geprägt? Haben die Politikerinnen und Politiker vor den globalen Herausforderungen kapituliert und überlassen zunehmend den Privaten das Feld? Was bedeutet ein solcher Trend für Transparenz, Rechenschaftspflicht, aber auch Effektivität von Weltpolitik? Internationale Autorinnen und Autoren analysieren in diesem Buch unterschiedliche Felder der Globalisierung. Die Weltöffentlichkeit wird durch den Vormarsch der Megamedien immer stärker kommerziell geprägt. Die Rolle des Big Business und privater Politikplanungsgremien in den Vereinten Nationen ist ebenso Thema wie der Einfluss privater Rating-Agenturen im internationalen Finanzsystem. Auch bei der Not- und Entwicklungshilfe oder beim Schutz der globalen Umwelt tritt der Staat immer weniger in Erscheinung: NGOs spielen hier eine gewichtige und durchaus ambivalente Rolle. Selbst im Sicherheitssektor dem originären Bereich staatlicher Hoheit ist ein regelrechter Weltmarkt entstanden, in dem sich private Akteure anbieten: Gibt es demnächst nur noch "Sicherheit à la carte"? Der Privatisierungstrend birgt vielfältige Gefahren, aber auch interessante Neuorientierungen. So prägen neben NGOs zunehmend auch Konzerne eine Menschenrechtspolitik jenseits der Staaten mit. Auch in der Umweltpolitik gibt es neue Konstellationen. Bei manchen Themen haben sich auf Weltebene Staaten, internationale Organisationen, NGOs und Unternehmen zusammengetan, um in einer "Public-Private-Partnership" Umweltstandards zu setzen oder in zweckorientierten Koalitionen die Klimapolitik voranzutreiben. Kritisch fragen die Autorinnen und Autoren, ob sich dies als Hemmnis oder als Chance für eine gerechte und wirksame Regelung globaler Probleme erweist.


Die Herausgeber:

Tanja Brühl, geb. 1969, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Politikwissenschaft der Universität Tübingen; Tobias Debiel, geb. 1963, wissenschaftlicher Referent bei der Stiftung Entwicklung und Frieden in Bonn; Brigitte Hamm, Dr. rer. pol., wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Entwicklung und Frieden (INEF) der Gerhard-Mercator-Universität Duisburg; Hartwig Hummel, geb. 1957, PD Dr. rer. soc., wissenschaftlicher Assistent am Institut für Sozialwissenschaften der TU Braunschweig; Jens Martens, geb. 1962, Vorstandsmitglied bei Weltwirtschaft, Ökologie und Entwicklung e.V. (WEED).

Alle Herausgeberinnen und Herausgeber sind Mitglieder der Projektgruppe Global Policy von WEED.

Das Buch ist über den Buchhandel erhältlich.