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W&E Infobrief

Konferenz: Nach den Europa-Wahlen: Was nun? Alte Probleme und neue Herausforderungen

02.07.2014: Berlin, 2./3. Juli 2014, veranstaltet von Economia Civile (Italien), Finance Watch (Brüssel) und WEED

   Konferenz: Nach den Europa-Wahlen: Was nun? Alte Probleme und neue Herausforderungen

Ort: Berlin, Hotel Dietrich-Bonhoeffer-Haus, Ziegelstraße 30

Zeit: 2./3. Juli

Anmeldung bis 23. Juni an markus.henn@weed-online.org

Die EU steckt in einer multiplen Dauerkrise - wirtschaftlich, sozial, außenpolitisch, wie wir am Konflikt um die Ukraine sehen. Auch das notorische Demokratiedefizit ist nach wie vor ein grundlegendes Problem.

In diesem schwierigen Kontext haben die Wahlen zum EU-Parlament stattgefunden. Ihr Ergebnis - insbesondere der Aufstieg rechter Kräfte in mehreren Ländern, während mehr als die Hälfte der Wahlberechtigten gar nicht erst zur Urne ging - haben zusätzlich neue Probleme aufgeworfen.

Mit dieser Konferenz wollen wir eine Bestandsaufnahme zur Lage der EU nach den Wahlen machen und die weiteren Perspektiven im Lichte der Wahlergebnisse diskutieren.

Wir wollen eine intensive Diskussion zwischen allen Teilnehmern. Die Zahl der Inputs pro Block ist daher auf drei begrenzt um genügend Raum für die Diskussion zu geben.

Programm

2. Juli

9:45 Ankunft, Registrierung

10:00 Begrüßung, Eröffnung

10:15 Europäische Governance - Effizienz und Demokratie
In diesem Block soll diskutiert werden, ob die EU-Strukturen überhaupt geeignet sind, komplexe Krisen zu bewältigen. Fallbeispiele sind die Krise der Staatsfinanzen, der Umgang mit der NSA-Problematik, oder die Rolle der EU in der Ukraine-Krise. Auch das Demokratiedefizit der EU wird thematisiert werden, ebenso wie die Frage, ob das Denken in Kategorien von ökonomischer Effizienz die Bürgerrechte untergräbt. Auch über die Ursachen für den Aufstieg populistischer Parteien und mögliche Wege, wie dem Problem begegnet werden könnte, sollen diskutiert werden.
Inputs:
- Cédric Durand, Universität Paris XIII
- Andreas Fisahn, Universität Bielefeld
- Andrea Terzi, Università Cattolica del Sacro Cuore , Mailand

11:30 Kaffeepause

11:45 Diskussion

13:00 Mittagspause

14:00 Die Rolle der Europäische Zentralbank in der Krise
Ohne die unorthodoxe Politik der EZB in der Krise, wäre die Eurozone vermutlich kollabiert. In diesem Block wird diskutiert, zu welchem Preis dieser Erfolg erzielt wurde, ebenso wie die Nachhaltigkeit und die ökonomischen und rechtlichen Grenzen der Interventionen der EZB. Besonderes Augenmerk wir auf den Zusammenhang zwischen Finanzmärkten, öffentlichen Schulden und der geplanten Bankenunion und deren Erfolgsaussichten gelegt. Schließlich sollen Alternativen zur gegenwärtigen Politik der EZB thematisiert werden.
Inputs:
- Jörg Bibow, Skidmore College and Levy Economics Institute of Bard College, USA
- Mario Tonveronachi, Universität Siena
- Henri Sterdyniak, France, Observatoire des Conjonctures Economiques, Paris

15:30 Kaffeepause

15:45 Diskussion

17:00 Ende des ersten Konferenztages

3. Juli

10:00 Finanzregulierung und Aufsicht in Europa
Sechs Jahre nach dem großen Finanzrash präsentiert die EU eine lange Liste von Reformprojekten. Allerdings ist im Vergleich zu den ursprünglichen Ankündigungen nicht wirklich viel erreicht worden. Einige der Reformen haben sich bereits als unwirksam erwiesen, wir die Direktive zu einer neuen Aufsichtsstruktur. Andere sind stark verwässert worden, und wichtige Probleme, wie das Schattenbankenwesen und die too-big-to-fail Problematik sind noch nicht einmal richtig angepackt worden. Nicht einmal ein Drittel des Glases ist voll. Wo stehen wir tatsächlich? Ist eine neue Finanzkrise möglich? Was sind die Gründe für die Reformschwäche und was könnten Alternativen sein?
Inputs:
- Paulina Przewoska, Senior Analystin, Finance Watch, Brüssel
- Markus Henn, WEED - Weltwirtschaft, Ökologie & Entwicklung, Berlin
- Daniela Gabor, Universität Bristol

11:30 Kaffeepause

11:45 Diskussion

13:00 Mittagspause

14:00 Abschließender Runder Tisch: Mehr Europa - Genug Europa - Weniger Europa? Die Zukunft der EU
Die Krise hat eine Debatte über Grundfragen der europäischen Integration ausgelöst. Die einen glauben, dass nur eine Vertiefung der Integration der einzige Ausweg aus der Krise ist. Andere plädieren für Flexibilisierung, Dezentralisierung oder einen gewissen Rückbau der Integration und eine stärkerer Rolle der Mitgliedsstaaten. Diese und ähnliche Fragen sollen bei dem Runden Tisch diskutiert werden.
Podium:
- Marica Frangakis, Nicos Poulantzas Institut, Athen
- Gábor Scheiring, Ökonom, ehem. Mitglied des ungarischen Parlaments, Budapest
- Alexis Passadakis, Attac-Rat, Köln
- Dimitri Papadimitriou, Levy Economics Institute and Bard College, USA

15:30 Kaffeepause

15:45 Diskussion

16:45 Schlusswort

17:00 Ende

Zugehörige Dateien:
Programm dt.pdfDownload (146 kb)

Personen:
>Markus Henn