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Veranstaltungen / Aktionen

Konferenz des Branchendialogs Automobilindustrie "Lieferketten fair gestalten"

27.09.2022 | Auf der Konferenz werden die Ergebnisse des Branchendialogs erstmals öffentlich präsentiert. Es erwarten Sie u.a. ein Themen-Talk mit Vertreter*innen des Branchendialogs und Workshops, in denen mit Expert*innen spezifische Umsetzungsaspekte aus der Praxis vertieft werden. Für WEED wird Anton Pieper über die Arbeit zum unternehmensübergreifenden Beschwerdemechanismus sprechen.

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4. Alternative Rohstoffwoche und Rohstoffgipfel

05.09.2022 | Wie muss die Rohstoffpolitik von Morgen aussehen? Dieser und anderen Fragen widmen wir uns während der vierten Alternativen Rohstoffwoche (10.-17.10.) und während des anschließenden Rohstoffgipfel (18.10.), die wir zusammen mit dem AK Rohstoffe ausrichten.

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Faires Wirtschaften und öffentliche Beschaffung

Was versteht man unter fairem Wirtschaften? Unternehmen und Wirtschaftsverbände nutzen seit einigen Jahren Begriffe wie „faires Wirtschaften“, in erster Linie um sich ein verantwortungsbewusstes Image zu verschaffen und häufig ohne sich tatsächlich für Menschenrechte und Klimaschutz einzusetzen.

Wir verstehen darunter aber eine grundlegende soziale und ökologische Transformation unseres Wirtschaftssystems mit existentiellen Herausforderung wie der Eindämmung des globalen Klimawandels, der Einhaltung planetarer Grenzen und der Achtung von Menschenrechten weltweit. Ein zentraler Ansatzpunkt ist dabei die Regulierung von Unternehmensverantwortung entlang globaler Lieferketten. Zu wenig kommt die deutsche Wirtschaft ihrer menschenrechtlichen und umweltbezogenen Verantwortung nach. Freiwillige Ansätze gehen nicht weit genug, Gesetze oder Abkommen sind zu unverbindlich.

Aktuell treiben wir Ansätze des fairen und zukunftsfähigen Wirtschaftens vor allem mit Blick auf zwei politische Ansatzpunkte voran: den öffentlichen Einkauf und die Außenwirtschaftsförderung. Mit beiden Bereichen haben Städte und Kommunen aber auch der Bund mögliche Hebel, um die Achtung von Menschenrechten und Umweltschutz durchzusetzen. Ein Ziel unserer Arbeit sind gerechte Arbeitsbedingungen entlang globaler Lieferketten, zum Beispiel in der Elektronikbranche, der Automobilindustrie und anderen Sektoren (Natursteine, Sportartikel). Wir wollen erreichen, dass sowohl beim Abbau der nötigen Rohstoffe, als auch in der Produktion, welche größtenteils in Niedriglohnländern stattfindet, Menschen- und Umweltstandards eingehalten werden.

Die Bandbreite unserer Arbeit reicht von der Erstellung von Studien und Hintergrundmaterialien, über Netzwerk-, Kampagnen- und Öffentlichkeitsarbeit bis hin zum kritischen Dialog mit Unternehmen und der Beratung der öffentlichen Hand beim Einkauf der oben genannten Produkte. Wir sind aktiv im CorA-Netzwerk für Unternehmsverantwortung und koordinieren das FAIRgabe-Bündnis Berlin. Auch die Entstehung des Lieferkettengesetzes haben wir aktiv in der Kampagne Initiative Lieferkettegesetz unterstützt und setzen uns nun für ein wirksameres Gesetz ein.

Aktuelle Projekte:

Promotorinnenstelle für Faires und zukunftsfähiges Wirtschaften: Im Rahmen der Promotorinnenstelle werden wir Ansätze des fairen und zukunftsfähigen Wirtschaftens vor allem mit Blick auf zwei politische Ansatzpunkte vorantreiben: die Außenwirtschaftsförderung und den öffentlichen Einkauf der Stadt Berlin. Mit beiden Bereichen hat die Stadt mögliche Hebel, um die Achtung von Menschenrechten und Umweltschutz durchzusetzen. Hierfür sollten Vorgaben für faires und global gerechtes Wirtschaften als Förderbedingung in der Außenwirtschaftsförderung verankert werden. Das heißt, dass Berliner Unternehmen, die Kredite oder Zuschüsse für die Erschließung von Märkten im Ausland erhalten verpflichtet werden, bestimmte Standards einzuhalten. Mit unserer Arbeit wollen wir zunächst Multiplikator*innen, Politik und die relevanten Akteur*innen der Wirtschaftsförderung für das Thema sensibilisieren und vernetzen.

Außerdem begleiten wir im Rahmen der FAIRgabe-Bündnis-Arbeit weiterhin die Umsetzung des reformierten Berliner Vergabegesetzes und die Einführung der angekündigten Verwaltungsvorschrift und sozialen Kriterien. Mehr Infos zu fairer Beschaffung in Berlin gibt es hier.

Rohstoffwende jetzt! Für eine faire Beschaffung von E-Mobilitäts- und IKT-Produkten: Sowohl die Produktion von Batterien für die E-Mobilität als auch die Produktion von Computern und sonstigen IKT-Produkten ist entlang der gesamten Wertschöpfungskette von ausbeuterischen Arbeitsbedingungen und Menschenrechtsverletzungen geprägt. Das Projekt sensibilisiert für diese Probleme und zeigt Perspektiven und Ansatzpunkte auf, wie Beschaffungsverantwortliche und Kommunen einen Beitrag für eine nachhaltige und soziale Mobilitätswende und den sozialverträglichen Einkauf von IT-Produkten leisten können. Das Projekt wird gefördert von Engagement Global mit ihrer Servicestelle Kommunen in der Einen Welt(SKEW)im Auftrag des BMZ und der Berliner Landesstelle für Entwicklungszusammenarbeit (LEZ).

Abgeschlossene Projekte:

Vermeidung von Konfliktrohstoffen in IKT-Produkten: Das Projekt nimmt das Thema Konfliktrohstoffe in der IKT-Branche (Informations- und Kommunikationstechnologie) und weitere Menschenrechtsfragen beim Rohstoffabbau und -handel ins Visier und fokussiert dabei auf Regierungsvorgaben und Unternehmensansätze. Mit Veröffentlichungen, Factsheets, Netzwerkarbeit und mehreren Veranstaltungen in Berlin und Hamburg wollen wir differenziert über die aktuellen Entwicklungen informieren und Handlungsoptionen aufzeigen.

Natursteine aus verantwortlichen Lieferketten: Gemeinsam mit der Werkstatt Ökonimie veranstalten wir vom 28. bis 29.05.2020 die erste bundesweite Fachkonferenz für sozial verantwortliche Naturstein-Beschaffung in Stuttgart.

Berlin handel! Fair! Gemeinsam mit der CIR haben wir uns dafür eingesetzt, die öffentliche Beschaffung der Berliner Bezirke und Berlins fairer zu gestalten. Es gab eine Kampagne, Lernvideos zu Beschaffung und vieles mehr!

Electronics Watch – Wir haben eine Monitoring-Organisation für faire Arbeitsbedingungen in der globalen Computerproduktion geschaffen.

The LANDMARK Project - LANDMARK war ein europäisches Projekt zur Förderung öko-fairer Beschaffung. Städte, Gemeindeverwaltungen und Expertenorganisation erarbeiteten gemeinsam Kontrollmechanismen zur Einhaltung sozialer Kriterien in der Beschaffung.

Weitere WEED-Informationen zu Arbeitsbedingungen in der IT-Produktion findet ihr auf unserer Seite: www.pcglobal.org

Ansprechpartnerinnen:

Tina Haupt, Tel. 030 - 27 59 66 44, tina.haupt@weed-online.org

Dr. Verena Kröss, Tel. 030 - 27 59 66 44, verena.kroess@weed-online.org

Aktuelle Meldungen:

Jahrgang: 2022
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31.08.2022 >
Offener Brief an die DFL: Für mehr Mut und Verantwortungsübernahme in der Lieferkette
Offener Brief an die DFL: Für mehr Mut und Verantwortungsübernahme in der Lieferkette - Die neuen Nachhaltigkeitsrichtlinien für die Lizensierung der Fußball-Bundesligisten sind enttäuschend. Im Rahmen der Kampagne Sport handelt Fair fordern wir zusammen mit der Kampagne für Saubere Kleidung die Deutsche Fußball Liga (DFL) in einem offenen Brief auf, Verantwortung zu übernehmen und sich ambiotionierter an die Umsetzung von mehr Nachhaltigkeit im deutschen Profi-Fußball zu machen. (WEED aktuell)
25.08.2022 >
Stoppen wir die Ratifizierung von CETA! / Stop the ratification of CETA!
Stoppen wir die Ratifizierung von CETA! / Stop the ratification of CETA! - Eine gemeinsame Erklärung der deutschen und kanadischen Zivilgesellschaft (Meldungen)
24.08.2022 >
WEED Jahresbericht 2021
WEED Jahresbericht 2021 - In unserem Jahresbericht (Rechenschaftsbericht) erfahren Sie alles über die Höhepunkte unserer Arbeit im Jahr 2021. (Publikationen)
13.06.2022 >
Der Ukrainekrieg und die Rohstoffe: Warum wir jetzt erst recht ein wirksames EU-Lieferkettengesetz brauchen
Der Ukrainekrieg und die Rohstoffe: Warum wir jetzt erst recht ein wirksames EU-Lieferkettengesetz brauchen - Im aktuellen Briefing der Initiative Lieferkettengesetz werden rohstoffpolitische Fragen des Ukrainekriegs thematisiert: Bei der Suche nach Alternativen für Abhängigkeiten von russischem Öl, Gas und metallischen Rohstoffen darf es nicht zur Verlagerung von Menschenrechtsverletzungen und Umweltzerstörung kommen. Daher sind verbindliche Sorgfaltspflichten für Unternehmen sowie eine absolute Reduktion des Rohstoffverbrauchs umso dringlicher. (Publikationen)
09.06.2022 > Nach Kohle- und Ölembargo: Ansturm auf neue Rohstoffquellen bedroht Menschenrechte und Umwelt - Berlin, 09.06.2022. Der Angriffskrieg gegen die Ukraine droht, weit über die Region hinaus Menschenrechtsverletzungen und Umweltzerstörung in Rohstofflieferketten zu befördern. Davor warnt die "Initiative Lieferkettengesetz", ein Zusammenschluss aus mehr als 130 zivilgesellschaftlichen Organisationen. (Presse)
02.06.2022 >
Kampagnenstart #loveberlinwearfair
Kampagnenstart #loveberlinwearfair - Warum ist Fast Fashion ein Konzept, das abgeschafft werden sollte? Welche Alternative bietet Fair Fashion und wie kannst du dich neben Fair shoppen gehen für Faire Fashion einsetzen? (WEED aktuell)
31.05.2022 >
Kampagnenstart #loveberlinwearfair
Kampagnenstart #loveberlinwearfair - Warum ist Fast Fashion ein Konzept, das abgeschafft werden sollte? Welche Alternative bietet Fair Fashion und wie kannst du dich neben Fair shoppen gehen für Faire Fashion einsetzen? (WEED aktuell)
30.05.2022 >
Euer Trainingsplan für nachhaltige Sportevents. Auf die Plätze, fertig, FAIR...
Euer Trainingsplan für nachhaltige Sportevents. Auf die Plätze, fertig, FAIR... - Regeln für Sportveranstaltungen in der Organisation und dem Einkauf, um Fairplay & Nachhaltigkeit bei Events zu berücksichtigen. (Publikationen)
11.05.2022 >
Erklärung der Zivilgesellschaft zur vorgeschlagenen EU-Richtlinie über die Sorgfaltspflichten von Unternehmen im Hinblick auf Nachhaltigkeit
Erklärung der Zivilgesellschaft zur vorgeschlagenen EU-Richtlinie über die Sorgfaltspflichten von Unternehmen im Hinblick auf Nachhaltigkeit - Weltweite Unterstützung für starke europäische Regelungen: Mehr als 220 Nichtregierungsorganisationen und Gewerkschaften aus der ganzen Welt wenden sich heute am 11. Mai 2022 mit einer gemeinsamen Erklärung an das Europäische Parlament und die EU-Mitgliedstaaten. Wir fordern ein starkes EU-Lieferkettengesetz. Denn nur ein starkes EU-Lieferkettengesetz kann die Bedingungen für Mensch, Umwelt und Klima entlang globaler Wertschöpfungsketten wirksam verbessern! (Publikationen)
06.05.2022 > Workshop am 21.5.2022: IT-Produkte und Ausbeutung entlang globaler Lieferketten - Wir freuen uns sehr beim Workshopfestival von SONED e.V. "Globale StadtGestalten!" am Samstag den 21.5.2022 im Gemeinschaftsgarten "Frieda Süd" in Berlin-Kreuzberg mit einem Workshop dabei zu sein! (Meldungen)
20.04.2022 >
EU-Lieferkettengesetz: Jetzt Petition unterschreiben und für den Schutz von Mensch und Umwelt einsetzen!
EU-Lieferkettengesetz: Jetzt Petition unterschreiben und für den Schutz von Mensch und Umwelt einsetzen! - Wir haben in Europa jetzt die Chance, etwas Großes zu starten. Doch damit das klappt, braucht das EU-Lieferkettengesetz einen starken Rückenwind aus Deutschland. Mach’ mit und setz dich mit uns für den Schutz von Menschen und Umwelt in den Lieferketten ein - unterzeichne jetzt unsere Petition an Olaf Scholz! (WEED aktuell)
20.04.2022 > EU-Lieferkettengesetz: Neun Jahre Rana Plaza - WEED fordert gemeinsam mit breitem zivilgesellschaftlichen Bündnis europaweites Lieferkettengesetz - Die Europäische Union muss Unternehmen in allen EU-Ländern dazu verpflichten, Menschenrechte und Umwelt in ihren Lieferketten zu schützen. Das fordert die "Initiative Lieferkettengesetz", ein breites zivilgesellschaftliches Bündnis aus mehr als 130 Organisationen anlässlich des neunten Jahrestages der Rana-Plaza-Katastrophe. Bei dem Einsturz einer Textilfabrik in Bangladesch starben am 24.04.2013 mehr als tausend Menschen. (Presse)
13.04.2022 >
Vortrag am 28.04. zu nachhaltiger Beschaffung von IT-Produkten
Vortrag am 28.04. zu nachhaltiger Beschaffung von IT-Produkten - Am 28. April von 18:15 - 18:45 Uhr lädt die Fairtrade-Steuerungsgruppe Markt Roßtal zu einem Vortrag unseres Referenten für Wirtschaft & Menschenrechte, Johannes Peter, zum Thema nachhaltige Beschaffung von IT-Produkten ein. (Meldungen)
25.03.2022 >
Gute Gründe für Nachhaltige Beschaffung - 3. Auflage
Gute Gründe für Nachhaltige Beschaffung - 3. Auflage - Nachhaltige Beschaffung - aber warum überhaupt? In dieser Broschüre gehen wir dieser und anderer zentraler Fragen nach und liefern euch Argumente an die Hand, um eure Kolleg*innen, eure Kommune oder andere Akteur*innen mitzunehmen. (Publikationen)
14.03.2022 >
Soziale Kriterien einfordern und überprüfen: Ansätze für eine faire öffentliche Beschaffung von IKT-Produkten
Soziale Kriterien einfordern und überprüfen: Ansätze für eine faire öffentliche Beschaffung von IKT-Produkten - Über welche Möglichkeiten verfügen Vergabestellen bei der Beschaffung von IKT-Produkten, um soziale Kriterien effektiv einzufordern und zu überprüfen? Dieser Frage gehen wir in unserer neuen Publikation nach. (Publikationen)
08.02.2022 > EU-Lieferkettengesetz: Kommission kündigt Entwurf für Februar an - mehr als 100 Unternehmen fordern Haftungsregel - Das EU-Vorhaben, Unternehmen in ganz Europa zu Menschenrechts- und Umweltstandards in ihren Lieferketten zu verpflichten, findet Unterstützung von Wirtschaftsseite: Mehr als 100 Unternehmen und Investoren haben sich heute für ein EU-Lieferkettengesetz ausgesprochen. Die EU-Kommission hatte das Vorhaben im letzten Jahr mehrfach verschoben, nun steht es für ihre Sitzung am 23. Februar auf der Tagesordnung. Zivilgesellschaftliche Organisationen in zahlreichen EU-Staaten fordern ein wirksames Gesetz, das die Situation von Betroffenen verbessert. (Presse)
02.02.2022 >
China betreibt
China betreibt "Sportswashing" und das IOC spielt mit - China richtet die Olympischen Winterspiele 2022 in Peking und Zhangjiakou aus. Trotz anhaltender Unterdrückung von ethnischen und religiösen Minderheiten und anderen Menschenrechtsverletzungen, die auch im direkten Zusammenhang mit den Spielen stehen, gibt sich das Internationale Olympische Komitee (IOC) unbeeindruckt. IOC-Präsident Thomas Bach und sein Exekutiv-Komitee ziehen sich mit der Begründung aus der Verantwortung, Politik sei mit dem Olympischen Geist nicht vereinbar. (Publikationen)