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Elektromobilität mit Nebenwirkungen - Folgen des Lithiumabbaus in Bolivien, 29.06.22

16.06.2022 | Am Beispiel des Lithiumabbaus in Bolivien werden die globalen Auswirkungen unseres Rohstoffhungers diskutiert. Online-Veranstaltung von 19.00 - 20.30 Uhr

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Web-Seminar am 21.06.2022 "Foulspiel mit System"

23.05.2022 | Katar Fußball-WM 2022: Menschenrechte & Globale Gerechtigkeit im Sport. Online-Veranstaltung von 18:30 bis 20:00 Uhr.

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Faires Wirtschaften und öffentliche Beschaffung

Was versteht man unter fairem Wirtschaften? Unternehmen und Wirtschaftsverbände nutzen seit einigen Jahren Begriffe wie „faires Wirtschaften“, in erster Linie um sich ein verantwortungsbewusstes Image zu verschaffen und häufig ohne sich tatsächlich für Menschenrechte und Klimaschutz einzusetzen.

Wir verstehen darunter aber eine grundlegende soziale und ökologische Transformation unseres Wirtschaftssystems mit existentiellen Herausforderung wie der Eindämmung des globalen Klimawandels, der Einhaltung planetarer Grenzen und der Achtung von Menschenrechten weltweit. Ein zentraler Ansatzpunkt ist dabei die Regulierung von Unternehmensverantwortung entlang globaler Lieferketten. Zu wenig kommt die deutsche Wirtschaft ihrer menschenrechtlichen und umweltbezogenen Verantwortung nach. Freiwillige Ansätze gehen nicht weit genug, Gesetze oder Abkommen sind zu unverbindlich.

Aktuell treiben wir Ansätze des fairen und zukunftsfähigen Wirtschaftens vor allem mit Blick auf zwei politische Ansatzpunkte voran: den öffentlichen Einkauf und die Außenwirtschaftsförderung. Mit beiden Bereichen haben Städte und Kommunen aber auch der Bund mögliche Hebel, um die Achtung von Menschenrechten und Umweltschutz durchzusetzen. Ein Ziel unserer Arbeit sind gerechte Arbeitsbedingungen entlang globaler Lieferketten, zum Beispiel in der Elektronikbranche, der Automobilindustrie und anderen Sektoren (Natursteine, Sportartikel). Wir wollen erreichen, dass sowohl beim Abbau der nötigen Rohstoffe, als auch in der Produktion, welche größtenteils in Niedriglohnländern stattfindet, Menschen- und Umweltstandards eingehalten werden.

Die Bandbreite unserer Arbeit reicht von der Erstellung von Studien und Hintergrundmaterialien, über Netzwerk-, Kampagnen- und Öffentlichkeitsarbeit bis hin zum kritischen Dialog mit Unternehmen und der Beratung der öffentlichen Hand beim Einkauf der oben genannten Produkte. Wir sind aktiv im CorA-Netzwerk für Unternehmsverantwortung und koordinieren das FAIRgabe-Bündnis Berlin. Auch die Entstehung des Lieferkettengesetzes haben wir aktiv in der Kampagne Initiative Lieferkettegesetz unterstützt und setzen uns nun für ein wirksameres Gesetz ein.

Aktuelle Projekte:

Promotorinnenstelle für Faires und zukunftsfähiges Wirtschaften: Im Rahmen der Promotorinnenstelle werden wir Ansätze des fairen und zukunftsfähigen Wirtschaftens vor allem mit Blick auf zwei politische Ansatzpunkte vorantreiben: die Außenwirtschaftsförderung und den öffentlichen Einkauf der Stadt Berlin. Mit beiden Bereichen hat die Stadt mögliche Hebel, um die Achtung von Menschenrechten und Umweltschutz durchzusetzen. Hierfür sollten Vorgaben für faires und global gerechtes Wirtschaften als Förderbedingung in der Außenwirtschaftsförderung verankert werden. Das heißt, dass Berliner Unternehmen, die Kredite oder Zuschüsse für die Erschließung von Märkten im Ausland erhalten verpflichtet werden, bestimmte Standards einzuhalten. Mit unserer Arbeit wollen wir zunächst Multiplikator*innen, Politik und die relevanten Akteur*innen der Wirtschaftsförderung für das Thema sensibilisieren und vernetzen.

Außerdem begleiten wir im Rahmen der FAIRgabe-Bündnis-Arbeit weiterhin die Umsetzung des reformierten Berliner Vergabegesetzes und die Einführung der angekündigten Verwaltungsvorschrift und sozialen Kriterien. Mehr Infos zu fairer Beschaffung in Berlin gibt es hier.

Rohstoffwende jetzt! Für eine faire Beschaffung von E-Mobilitäts- und IKT-Produkten: Sowohl die Produktion von Batterien für die E-Mobilität als auch die Produktion von Computern und sonstigen IKT-Produkten ist entlang der gesamten Wertschöpfungskette von ausbeuterischen Arbeitsbedingungen und Menschenrechtsverletzungen geprägt. Das Projekt sensibilisiert für diese Probleme und zeigt Perspektiven und Ansatzpunkte auf, wie Beschaffungsverantwortliche und Kommunen einen Beitrag für eine nachhaltige und soziale Mobilitätswende und den sozialverträglichen Einkauf von IT-Produkten leisten können. Das Projekt wird gefördert von Engagement Global mit ihrer Servicestelle Kommunen in der Einen Welt(SKEW)im Auftrag des BMZ und der Berliner Landesstelle für Entwicklungszusammenarbeit (LEZ).

Abgeschlossene Projekte:

Vermeidung von Konfliktrohstoffen in IKT-Produkten: Das Projekt nimmt das Thema Konfliktrohstoffe in der IKT-Branche (Informations- und Kommunikationstechnologie) und weitere Menschenrechtsfragen beim Rohstoffabbau und -handel ins Visier und fokussiert dabei auf Regierungsvorgaben und Unternehmensansätze. Mit Veröffentlichungen, Factsheets, Netzwerkarbeit und mehreren Veranstaltungen in Berlin und Hamburg wollen wir differenziert über die aktuellen Entwicklungen informieren und Handlungsoptionen aufzeigen.

Natursteine aus verantwortlichen Lieferketten: Gemeinsam mit der Werkstatt Ökonimie veranstalten wir vom 28. bis 29.05.2020 die erste bundesweite Fachkonferenz für sozial verantwortliche Naturstein-Beschaffung in Stuttgart.

Berlin handel! Fair! Gemeinsam mit der CIR haben wir uns dafür eingesetzt, die öffentliche Beschaffung der Berliner Bezirke und Berlins fairer zu gestalten. Es gab eine Kampagne, Lernvideos zu Beschaffung und vieles mehr!

Electronics Watch – Wir haben eine Monitoring-Organisation für faire Arbeitsbedingungen in der globalen Computerproduktion geschaffen.

The LANDMARK Project - LANDMARK war ein europäisches Projekt zur Förderung öko-fairer Beschaffung. Städte, Gemeindeverwaltungen und Expertenorganisation erarbeiteten gemeinsam Kontrollmechanismen zur Einhaltung sozialer Kriterien in der Beschaffung.

Weitere WEED-Informationen zu Arbeitsbedingungen in der IT-Produktion findet ihr auf unserer Seite: www.pcglobal.org

Ansprechpartnerinnen:

Tina Haupt, Tel. 030 - 27 59 66 44, tina.haupt@weed-online.org

Dr. Verena Kröss, Tel. 030 - 27 59 66 44, verena.kroess@weed-online.org

Aktuelle Meldungen:

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01.12.2017 >
Rückblick auf IT-Fachkonferenz in Mainz
Rückblick auf IT-Fachkonferenz in Mainz - Dokumentation der WEED-Fachkonferenz zu sozial verantwortlicher IT-Beschaffung vom 20./21. Mai 2017 in Mainz (Publikationen)
18.11.2017 > Zweiter Vergabebericht Berlin unzureichend - R2G muss Berichtsformat überarbeiten - Der Senat hat am 7.11.2017 auf Vorlage der Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe, Ramona Pop, den Vergabebericht für den Zeitraum Juni 2014 bis August 2016 beschlossen. (Presse)
15.11.2017 > Protest gegen "Entfesselungspaket" der Landesregierung NRW - Die Landesregierung NRW hält Sonntagsreden zu Nachhaltigkeit beim Klimagipfel und höhlt zugleich im Landtag globale Menschenrechte aus (Presse)
15.11.2017 >
Neue Kampagne FAIRBESSER BERLIN
Neue Kampagne FAIRBESSER BERLIN - Berlin geht für uns shoppen: Rund 5 Milliarden Euro an öffentlichen Geldern gibt die Stadt im Jahr für Waren, Bau- und Dienstleistungen aus. Ob da schon alles fair ist im Einkaufskorb? (Meldungen)
27.09.2017 >
WEED auf Fachkonferenz in Thüringen
WEED auf Fachkonferenz in Thüringen - IT-Fachkonferenz vom Verein "Zukunftsfähiges Thüringen e.V." und dem Arbeitskreis "Faire und nachhaltige Beschaffung" mit WEED in Erfurt (Meldungen)
18.07.2017 >
Kurzstudie: Potential der öffentlichen IT-Beschaffung für soziale Nachhaltigkeit
Kurzstudie: Potential der öffentlichen IT-Beschaffung für soziale Nachhaltigkeit - Kurzstudie zu den Potentialen der öffentlichen IT-Beschaffung in den Bundesländern Rheinland-Pfalz, Saarland und Hessen (Publikationen)
11.07.2017 > Produkte aus Kinderarbeit wieder zulässig - CDU und FDP missachten in NRW-Koalitionsvertrag internationale Arbeitsrechte und Umweltstandards beim öffentlichen Einkauf (Presse)
22.05.2017 >
5. Fachkonferenz für sozial verantwortliche IT-Beschaffung am 22./23. Mai 2017
5. Fachkonferenz für sozial verantwortliche IT-Beschaffung am 22./23. Mai 2017 - Konferenz am 22./23. Mai 2017 im ZDF-Konferenzzentrum Mainz (Meldungen)
18.05.2017 >
Tagung
Tagung "Ein Jahr Reform des Vergaberechts" - Am 18. Mai 2017 fand in Berlin die Tagung "Ein Jahr Reform des Vergaberechts - Ein Fortschritt für die sozialen Kriterien in der öffentlichen Auftragsvergabe?" des DGB und der Friedrich-Ebert-Stiftung statt, bei der auch WEED mit einem Input vertreten war. (Meldungen)
16.05.2017 >
Event in Berlin: The struggle for workers' rights in the electronics industry
Event in Berlin: The struggle for workers' rights in the electronics industry - Berlin: Event with Fahmi Panimbang, labour activist and researcher at LIPS (Sedane Labor Resource Center), Indonesia (Meldungen)
02.03.2017 >
Musterausschreibung
Musterausschreibung "Faire Fußbälle" - WEED hat mit der Unterstützung juristischer Expertise eine Musterausschreibung für die Beschaffung "Fairer Fußbälle" entwickelt. (Meldungen)
23.01.2017 > Neues Gutachten zur Vergaberechtsreform auf Bundesebene - Rechtsgutachten von Dr. Christoph Krönke (Ludwig-Maximilians-Universität München) zu "Sozial verantwortlicher Beschaffung nach dem neuen Vergaberecht 2016" (Publikationen)
19.01.2017 >
Wegweiser für einen sozial und ökologisch verantwortlichen Einkauf der Berliner Bezirke
Wegweiser für einen sozial und ökologisch verantwortlichen Einkauf der Berliner Bezirke - Der Wegweiser für Initiativen, politisch Verantwortliche und Interessierte in den Berliner Bezirken bietet Orientierung und Anregungen, wie sie sich für einen verantwortlichen Einkauf in Berlin einsetzen können. (Meldungen)