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Veranstaltungen / Aktionen

Online-Fachgespräch am 30.11.2021 "Automobilindustrie in der Pflicht: Sorgfaltspflichten zwischen politischen Anforderungen und unternehmerischer Praxis"

29.11.2021 | INKOTA, WEED, PowerShift, Brot für Alle und Fastenopfer laden ein zur Diskussion mit Vertreter*innen aus Industrie, Politik und Zivilgesellschaft über die anstehenden Herausforderungen und gesetzgeberischen Prozesse wie die Sorgfaltspflichtenregulierungen und die Batterienregulierung auf EU-Ebene

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Filmdiskussion: "Welcome to Sodom" am 25.11.2021 im Multikulturellen Centrum Templin

24.11.2021 | Die Beobachtung des Alltags einer ghanaischen Elektroschrottdeponie zeigt das Bild eines tödlichen Ortes am unteren Ende der globalen Wertschöpfungskette. Allerdings nimmt der Film eine nicht-europäische Perspektive ein und verleiht den Bewohnern eine Stimme. Dabei entpuppt sich die dystopisch anmutende "Hölle auf Erden" auf überraschende und empathische Weise gleichzeitig als Ort voller Perspektiven, Lebensfreude und unglaublicher Kreativität.[<
>] Nach dem Film lädt Anton Pieper von WEED zu einer interaktiven Reflektion zum Thema Elektroschrott ein.

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Electronics Watch - die Monitoring-Organisation für faire Arbeitsbedingungen in der globalen Computerproduktion

01.08.2015: WEED hat zusammen mit 6 weiteren NGOs in einem dreijährigen EU-Projekt eine unabhängige Monitoring-Organisation zur Überprüfung der Arbeitsbedingungen in der globalen Elektronikindustrie aufgebaut.

  

Kommunale Vergabestellen sind Großabnehmer von IKT (Informations- und Kommunikationstechnologie), seien es Computer, Laptops, Smartphones oder Server, Drucker und Kopiergeräte.

Die Herstellung von solchen Produkten ist in hohem Maße von ausbeuterischen Arbeitsbedingungen und Menschenrechtsverletzungen geprägt. Sämtliche IKT-Unternehmen haben sich für eine größtmögliche Auslagerung der Produktion in Niedriglohnländer entschieden, in denen die Rechte der ArbeiterInnen missachtet werden. Hierzu gehören hohe Jobunsicherheit, niedrige Löhne unterhalb des Existenzminimums, exzessive Arbeitszeiten, Diskriminierung von WanderarbeiterInnen, mangelhafte Arbeitsschutzmaßnahmen und ein höchst gewerkschaftsfeindliches Verhalten vieler Unternehmen. Aufgrund ihres großen Auftragsvolumens verfügen öffentliche Vergabestellen über eine beträchtliche Kaufkraft und können deshalb einen beachtlichen Einfluss auf die Produktionsbedingungen in der IKT-Industrie nehmen, indem sie soziale Kriterien einfordern. Bisher war es für IKT-Vergabestellen jedoch schwierig, die Einhaltung solcher Kriterien zu überprüfen, da es kein glaubwürdiges, unabhängiges und umfassendes Prüfsystem für den IKT-Sektor gab.

Der Ansatz von Electronics Watch
Weltwirtschaft, Ökologie & Entwicklung hat deshalb gemeinsam mit Arbeitsrechtsorganisationen und BeschaffungsexpertInnen die Organisation Electronics Watch aufgebaut. Die unabhängige Monitoring-Organisation unterstützt Vergabestellen, die in ihren IKT-Ausschreibungen soziale Kriterien einfordern und dies auch kontrollieren wollen. Statt oberflächlicher, einmaliger Sozialaudits führt Electronics Watch in Kooperation mit NGOs vor Ort nachhaltige Kontrollen in Fabriken durch und unterstützt die Verbesserung der dortigen Arbeitsbedingungen.

Die Teilnahme bei Electronics Watch versorgt die entsprechenden Vergabestellen mit aktuellen Informationen über ihre Lieferanten und den Stand der Überprüfung der Arbeitsbedingungen. Außerdem werden Verfahren bereitgestellt, um auf die Verletzung von Menschen- oder Arbeitsrechten zu reagieren. Electronics Watch hat einen Verhaltenskodex entwickelt und Vertragsklauseln formuliert, die die teilnehmenden Vergabestellen in ihre Verträge mit dem erfolgreichen Bieter aufnehmen. So werden verbindliche Standards geschaffen, die die Grundlage für das Monitoring-Programm von Electronics Watch in den Produktionsstätten bilden.

Absolute Unabgängigkeit
Die finanzielle Unabhängigkeit des Monitorings von IKT-Unternehmen und von den zu kontrollierenden Fertigungsstätten ist ein grundlegendes Prinzip von Electronics Watch. Deshalb zahlen teilnehmende Vergabestellen eine jährliche Gebühr an Electronics Watch, die sich am geschätzten jährlichen Auftragsvolumen orientiert (0,1 % bis max. 1 % des geschätzten jährlichen IT-Auftragsvolumens bei mindestens € 3.000,-/Jahr).

Ihr Einsatz macht den Unterschied! Setzen Sie sich jetzt aktiv für die Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der globalen IKT-Produktion ein!

Weitere Informationen zur Arbeitsweise von Electronics Watch sowie alle Vorsteile auf einen Blick finden sie in unserem Flyer sowie in der "Vorstellung". Gern geben wir ihnen auch per Telefon weitere Auskünfte.

Zugehörige Dateien:
AnmeldeformularDownload (449 kb)
PreislisteDownload (87 kb)
IKT-ProduktlisteDownload (130 kb)
Faktenblatt Electronics WatchDownload (1639 kb)