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Bericht von der Solidaritätsaktion für Menschen- & Gewerkschaftsrechte in Kolumbien

01.05.2010: WEED hat am 24. April mit einer Aktion und Kundgebung auf dem Wittenbergplatz in Berlin für Menschen- und Gewerkschaftsrechte in Kolumbien demonstriert.

  
 

Solidaritätsaktion auf dem Wittenbergplatz am 24. April

Kolumbien ist das gefährlichste Land weltweit für Menschen, die sich für die sozialen und politischen Rechte von Beschäftigten einsetzen. Seit Beginn der 80er Jahren sind tausende Menschenrechtsverteidiger verschleppt, bedroht und ermordet worden. Um diesen Menschen zu gedenken, versammelten sich in Berlin AktivistInnen von Lateinamerika-, Umwelt- und Entwicklungsgruppen, VertreterInnen der Partei Die LINKE sowie den Gewerkschaften IG Metall und ver.di.

Auf Schildern wurden die Namen der 41 im letzten Jahr in Kolumbien ermordeten GewerkschaftlerInnen verkündet. Auftraggeber bzw. Nutznießer sind neben der kolumbianischen Armee, paramilitärischen Gruppen und Geheimdienst vor allem internationale Konzerne, besonders Coca-Cola, Chiquita und Nestlé.

  

Kundgebung - Beitrag: kolko e.V.

 
Die dramatische Situation im Land und die Hintergründe wurden zudem in fünf kurzen Redebeiträgen auf Spanisch und Deutsch deutlich gemacht. Sie können auf der Website des Arbeitskreises Internationalismus der IG Metall Berlin heruntergeladen werden.

Aktueller Anlass der Aktion ist der bevorstehende EU-Lateinamerika-Gipfel in Madrid. Dort soll am 18. Mai ein Freihandelsabkommen zwischen der EU und Kolumbien unterzeichnet werden. Die KundgebungsteilnehmerInnen forderten die EU auf, dieses Abkommen nicht zu unterzeichnen, da es lediglich den Wirtschaftsinteressen der Konzerne aus den EU-Ländern diene, wie der Energiebranche und Kohlekonzernen (beispielsweise Vattenfall), der Autoindustrie, oder Kaffeegroßhandel.

Die EU soll wie das kanadische Parlament, die norwegische Regierung und US-Kongress die Ratifizierung eines Freihandelsabkommen mit Kolumbien ablehnen (siehe hierzu auch den Brief von NGOs an die Abgeordneten des Europäischen Parlaments im Anhang).

  
 

Kundgebung - Beitrag: Arbeitskreis Internationalismus der IG Metall Berlin

Die Solidaritätsaktion wurde getragen vom Arbeitskreis Internationalismus der IG Metall Berlin, FDCL, kanalB, kolko e.V., der Kolumbienkampagne, der Kommunität Grimnitz, Oxfam, Polo Democratico Alternativo, ver.di Bezirk Berlin und WEED.

Zum Aufruf der Aktion mit weiteren Hintergrundinformationen.

kanalB hat ein Video der Aktion online gestellt.

Neues Deutschland berichtete über die "Kritik am Abkommen".

Ein weiterer Bericht zur Aktion ist auf indymedia erschienen.