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Veranstaltungen / Aktionen

Aktionswochenende zum Tag gegen Kinderarbeit vom 10.-12.06.2022

11.05.2022 | Anlässlich des Internationalen Tages gegen Kinderarbeit ruft die Initiative Lieferkettengesetz vom 10. bis 12.06.2022 zu einem bundesweiten Aktionswochenende auf.

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Workshop am 21.5.2022: IT-Produkte und Ausbeutung entlang globaler Lieferketten

06.05.2022 | Wir freuen uns sehr beim Workshopfestival von SONED e.V. "Globale StadtGestalten!" am Samstag den 21.5.2022 im Gemeinschaftsgarten "Frieda Süd" in Berlin-Kreuzberg mit einem Workshop dabei zu sein!

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Pressemitteilung AK Rohstoffe zum Lieferkettengesetz

02.03.2021: Der Arbeitskreis Rohstoffe stellt fest, dass der Entwurf des Lieferkettengesetzes den präventiven Ansatz, den die UN Leitprinzipien vorgeben, unterschlägt: es kann überhaupt erst wirken, wenn es eigentlich schon zu spät ist. Außerdem werden keine Anreize für Unternehmen geschaffen, soziale und ökologische Missstände in ihren Lieferketten offenzulegen. Zivilrechtliche Haftungsregelungen sind außerdem nicht vorgesehen, was jegliche Hoffnung auf Entschädigung für Betroffene untergräbt.

Der Entwurf des Lieferkettengesetztes ist untauglich, um Menschenrechtsverletzungen und Umweltzerstörung im Rohstoffsektor wirkungsvoll einzudämmen.

Lieferkettengesetz morgen im Kabinett: Nichtregierungsorganisationen kritisieren fragliche Wirkung des Entwurfs im Rohstoffsektor. Das Gesetz werde in dieser Form UN-Leitprinzipien nicht gerecht

Berlin 2. März 2021: Anlässlich des für morgen geplanten Kabinettsbeschlusses zum Lieferkettengesetz kritisieren die Organisationen Christliche Initiative Romero (CIR), Germanwatch, INKOTA, PowerShift und WEED, dass der Referentenentwurf nicht ausreicht, um Menschenrechtsverletzungen und Umweltzerstörung im Rohstoffsektor wirkungsvoll einzudämmen. "Der Referentenentwurf untergräbt den präventiven Ansatz der UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte. Wenn das Gesetz so käme, würden Unternehmen erst tätig werden, wenn Menschenrechte bereits verletzt wurden", warnt Hannah Pilgrim, Koordinatorin des Arbeitskreis Rohstoffe, ein Netzwerk deutscher Nichtregierungsorganisationen. "Die Bundesregierung muss sicherstellen, dass Menschenrechtsverletzungen und Umweltverbrechen auch in der tieferen Rohstofflieferkette verhindert werden. Dazu muss sie Unternehmen zu umfassenden Sorgfaltspflichten entlang der gesamten Lieferkette verpflichten, wie es die UN-Standards vorsehen”, so Pilgrim weiter.

Organisationen des AK Rohstoffe kritisieren, dass der Entwurf keine Anreize für Unternehmen schafft, ihre Lieferketten transparent zu gestalten. "In der Vergangenheit haben Unternehmen wie beispielsweise Aurubis auf Vertrags- und Geschäftsgeheimnisse verwiesen, wenn wir sie mit Umweltzerstörung mit schweren gesundheitlichen Folgen innerhalb ihrer Lieferkette konfrontiert haben", sagt Christian Wimberger, Referent für Unternehmensverantwortung bei der CIR. "Wir befürchten, dass die abgestuften Sorgfaltspflichten für mittelbare Zulieferer diese Tendenz verstärken und dazu führen könnte, dass Unternehmen ihre Wertschöpfungsketten verschleiern, um auf Umwelt- und Menschenrechtsverletzungen nicht reagieren zu müssen."

Die Organisationen kritisieren zudem, dass der Gesetzesentwurf nicht die Möglichkeiten der Betroffenen verbessert, ihre Rechte vor Gericht einzufordern. 2019 brach das Rückhaltebecken einer Eisenerzmine von Vale in Brasilien und eine Schlammlawine riss 272 Menschen in den Tod. Das deutsche Unternehmen TÜV Süd hatte den Damm noch kurz zuvor für stabil erklärt. Bisher ist es den Betroffenen nicht gelungen, Zugang zu Recht und Entschädigung zu bekommen. "Das Lieferkettengesetz in seiner aktuellen Fassung wird am Rechtsschutz von Betroffenen des Bergbaus wenig ändern. Die vorgesehene Prozessstandschaft ist eine Verbesserung, kann eine zivilrechtliche Haftungsregelung jedoch auf keinen Fall ersetzen”, kommentiert Lara Louisa Siever von INKOTA. "Das ist ein fatales Signal für all die Menschen, die sich für ihr Land und ihre Rechte einsetzen. Denn die Hürden für Betroffene bleiben zu hoch, um vor ein deutsches Gericht zu ziehen und auch tatsächlich entschädigt zu werden.”

Bergbau geht häufig mit massiven Umweltschäden einher, die oft langfristig zu Gesundheitsschäden führen oder Ökosysteme irreversibel zerstören. ”Es ist sehr traurig, dass die Bundesregierung Unternehmen nicht dazu verpflichtet, sorgsam mit Umweltgütern, wie zum Beispiel Biodiversität, umzugehen - obwohl sich Deutschland zu zahlreichen Umweltabkommen bekennt. Dieser Ansatz reicht nicht aus, um dem Präventionsgrundsatz des Umweltrechts gerecht zu werden. Angesichts des Artensterbens und der Klimakrise, aber auch schleichender Umweltzerstörung, die oft langfristig zu Menschenrechtsverletzungen führt, ist das ein falsches Signal”, so Johanna Sydow, Rohstoffexpertin bei Germanwatch.

Kontakt:

Anton Pieper, Referent für Wirtschaft und Menschenrechte, WEED e.V.: Tel: 030 - 28044820, E-Mail: anton.pieper@weed-online.org

Hannah Pilgrim, Koordination AK Rohstoffe: Tel: 030 419 341 82, E-Mail: hannah.pilgrim@power-shift.de

Christian Wimberger, Referent für Unternehmensverantwortung, Christliche Initiative Romero (CIR) e. V.: Tel: 0251 67 44 13 21, E-Mail: wimberger@ci-romero.de

Lara Louisa Siever, Referentin für Ressourcengerechtigkeit und Rohstoffpolitik beim INKOTA-netzwerk e.V.: Tel.: 0351 438 378 88, E-Mail: siever@inkota.de

Johanna Sydow, Referentin für Ressourcenpolitik, Germanwatch e.V., Tel. 030 28 88 356 91, E-Mail: sydow@germanwatch.org

Hintergrundinformationen:

Die umfassenden Forderungen für einen gesetzlichen Rahmen zu unternehmerischen Sorgfaltspflichten finden sich im aktuellen Positionspapier des AK Rohstoffe Krisenverschärfendes Handeln stoppen-Rohstoffwende umsetzen