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Fachkonferenz "Natursteine aus verantwortlichen Lieferketten"

15.09.2020 | Die 1. bundesweite Fachkonferenz für sozial verantwortliche Naturstein-Beschaffung von WEED und der Werkstatt Ökonomie wird aufgrund der aktuellen Lage auf den 15./16.09.2020 verschoben!

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Unterschriftenübergabe: Menschenrechte schützen, Konzernklagen stoppen!

30.01.2020 | Heute haben wir gemeinsam mit unseren Kampagnenpartnern 836.964 Unterschriften an das Bundeswirtschaftsministerium übergeben.

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W&E Infobrief

Geschäftsinteressen vor Mensch und Umwelt? Speakers Tour zum Freihandelsabkommen EU-Kolumbien

08.04.2011: Dokumentation mit Videos, Radiobeiträgen, Artikeln, Statements, Hintergrundinformationen und Fotos

Vom 21. bis 31. März waren im Rahmen einer europaweiten Speakers Tour

Nohora Tovar, Vizepräsidentin der MetallerGewerkschaft Fetramecol und
María del Pilar Silva, Anwältin des Anwaltskollektivs José Alvear Restrepo

  

aus Kolumbien zu Gast in Berlin, Dresden, Budapest und Wien. Sie informierten über die möglichen Auswirkungen des Freihandelsabkommens zwischen der EU und Kolumbien/ Peru und machten auf die Bedenken weiter Teile der kolumbianischen Zivilgesellschaft bezüglich der sozialen, ökologischen, menschen-, arbeitsrechtlichen und wirtschaftlichen Folgen aufmerksam.

Speakers Tour in Berlin

In Berlin informierten sie vom 21.-24.3. Zivilgesellschaft, Öffentlichkeit und Abgeordnete des Bundestags über den Stand des Abkommens, die aktuelle Situation in Kolumbien und verdeutlichten die möglichen Folgen des Abkommens.

Auf dem Programm für den Besuch in Berlin standen:

  • Lobby- und Strategiegespräche mit Abgeordneten des Bundestages
  • der Frühlingsempfang der AG Menschenrechte der CDU/CSU-Fraktion
  • Parlamentarisches Frühstück im Bundestag
  • Termine mit Medienvertretern, Radiointerviews
  • die öffentliche Abendveranstaltung: Diskussionsforum Geschäftsinteressen vor Mensch und Umwelt? Die Dokumentation mit allen Inputs befindet sich am Ende dieser Seit bei den Anhängen!
  

Diese fand als Runder Tisch mit Inputs der kolumbianischen Gäste, Statements aus den unterschiedlichen Blickwinkeln verschiedener Organisationen (Probleme und Auswirkungen des FTAs in bestimmten Bereichen) und Diskussion mit den Teilnehmenden statt.

Die Treffen mit Bundestagsabgeordneten erwiesen sich als für beide Seiten sehr sinnvoll. Dem bestehenden Informationsbedarf von Seiten der Politik konnte nachgekommen und offene Fragen beantwortet werden. Auf der anderen Seite waren die kolumbianischen Gäste sehr zufrieden, weil Ihnen Aktivitäten von Seiten der Politik zugesichert worden sind (Briefe an die kolumbianische Staatsanwaltschaft, Aufnahme weiterer bedrohter KolumbianerInnen ins Parlamentarierschutzprogramm)

In Dresden berichteten die beiden Kolumbianerinnen ebenfalls bei einer Abendveranstaltung mit VertreterInnen aus der Zivilgesellschaft über die Menschenrechtssituation in Kolumbien.

Speakers Tour durch Europa

Nach Deutschland machten Nohora Tovar und María del Pilar Silva bei ihrer Speakers Tour weitere Stationen in Ungarn und Österreich.

Im März und April 2011 waren und sind weitere Delegationen aus Kolumbien auf Speakers Tour in Bulgarien, Spanien, Frankreich, Tschechien, Belgien und den Niederlanden.

Informationen zur Speakers Tour durch Europa (auf englisch) finden sich hier

Weitere Dokumente und Papers (in verschiedenen Sprachen) finden sich hier


Aktueller Veranstaltungshinweis

Tagung: Eine neue Kolonialisierung? Das Freihandelsabkommen der EU mit Kolumbien. Am 13. und 14. Mai in Hustedt.


Radio-Beiträge

Radio Dreyeckland: Beitrag in Focus Europa

Auf Radio onda des NPLA (Nachrichtenpool Lateinamerika e.V.):
Von Abhängigkeiten und Ungleichheiten - Gespräch mit zwei kolumbianischen Aktivistinnen

Kritik am Freihandelsvertrag der EU mit Kolumbien - Beitrag vom Diskussionsforum

Presse-Echo

Blickpunkt Lateinamerika: Menschenrechtler warnen vor Freihandelsvertrag

Portal amerika 21.de: Kritik an EU-Handel mit Kolumbien und Peru

Wiener Zeitung: "Eure Benzintanks sind mit Blut gefüllt"

Der Standard: Kolumbien: Freier Handel, tote Gewerkschafter

OTS: Regner: Nein zu Freihandelsabkommen EU-Kolumbien

Hintergrundinformationen

Briefing Paper: Geschäftsinteressen vor Menschenrechte. Das EU-Freihandelsabkommen mit Kolumbien.

Erklärung der Organisationen, Netzwerke und sozialen Bewegungen aus Zentralamerika, der Andenregion und Europa: Nein zur Ratifizierung der Abkommen zwischen der EU und den Staaten Zentralamerikas, Kolumbien und Peru

Rechtliche Stellungnahme zur Frage, ob das FTA EU-Kolumbien als gemischtes Abkommen abgeschlossen werden muss

Geschäftsinteressen vor Menschenrechte - Das EU-Freihandelsabkommen mit Peru

Weitere Hintergrundinformationen (Position der CTC und zur Gewalt in Kolumbien) befinden sich am Ende der Seite bei den Anhängen.

Videos vom Diskussionsforum in Berlin


Nohora Tovar (Vizepräsidentin der Metallgewerkschaft Fetramecol/CTC) aus Kolumbien zur Situation der Gewerkschaften im Land und zu den Auswirkungen des Freihandelsabkommens mit der EU auf die Arbeitsrechte sowie wirtschaftliche Entwicklung des Landes (Spanisch)


María del Pilar Silva Garay (Anwaltskollektiv José Alvear Restrepo) aus Kolumbien zur Lage der Menschenrechte im Land und den Auswirkungen des Freihandelsabkommens mit der EU auf diese sowie die wirtschaftliche Entwicklung des Landes (Spanisch)


Thomas Isensee (GEW) zu internationaler Solidarität und warum diese keine Einbahnstraße ist in Bezug auf Kolumbien und das Freihandelsabkommen mit der EU


Stefan Ofteringer (Misereor) erläutert das qualifizierte NEIN gegen das Freihandelsabkommen der EU mit Kolumbien damit, dass das Freihandelsabkommen die Menschenrechtslage in Kolumbien nicht verbessert, sondern zusätzlich die Gefahr birgt, die Menschenrechtsverletzungen weiter anzuheizen.


Was das Freihandelsabkommen zwischen der EU und Kolumbien der Agroindustrie bringt und wie wir durch Agrosprit Landnahme, Vertreibung und Menschenrechtsverletzungen vorantreiben, macht Timo Kaphengst von Attac Deutschland deutlich.


Peter Gerhardt von Robin Wood macht deutlich, dass wir "Benzinjunkies" den Flächenverbrauch und damit verbundene Vertreibung weltweit anheizen. Die Ausweitung von "grünen Wüsten" droht auch Kolumbien durch Weltbank und neue Freihandelsabkommen wie mit der EU.


Wer genau profitiert denn nun von dem Freihandelsabkommen der EU mit Kolumbien und welche Art von Entwicklung findet dadurch statt, fragt und beantwortet David Hachfeld von Oxfam.


Weitere Bilder

     
     
Zugehörige Dateien:
Dokumentation DiskussionsforumDownload (63 kb)
Position der CTC zum FreihandelsabkommenDownload (24 kb)
Hintergrund und Fakten zur Gewalt in KolumbienDownload (27 kb)