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Social Watch Report Deutschland 2005

21.10.2005: Handeln statt Versprechen - Soziale Gerechtigkeit und Armutsbekämpfung

  

Zehn Jahre nach dem Weltgipfel für soziale Entwicklung in Kopenhagen und fünf Jahre nach dem Millenniumsgipfel der Vereinten Nationen ist die Welt noch immer sehr weit davon entfernt, die bei beiden Weltkonferenzen verabredeten Ziele zu erreichen. Zwar konnte Armut in einigen Ländern und Regionen zurück gedrängt werden, doch in vielen Ländern nahm Armut zu. Weltweit wuchs die Kluft zwischen arm und reich.

Die großen Versprechen zur Armutsbekämpfung wurden bisher nur sehr unzureichend in konkretes Handeln umgesetzt. Daher fordert das internationale Netzwerk Social Watch die Regierungen auf, die Anstrengungen zu verstärken, um in ihren Ländern und weltweit soziale Ungerechtigkeit zu bekämpfen. Angesichts dieser globalen Situation müsse in der Außen- und Entwicklungspolitik der Vorrang der Menschenrechte gelten.

Zwar anerkennt Social Watch die Bemühungen Deutschlands, zur Armutsbekämpfung beizutragen. Dennoch fällt die Bilanz negativ aus. Deutschland habe eine einmalige Chance vertan, zur rechten Zeit eine überzeugende Antwort vorzulegen, wie deutsche Politik zur Lösung der weltweiten Zukunftsaufgaben beitragen wird: Armutsbekämpfung, nachhaltige Entschuldung, eine gerechte Handelspolitik, ein neues internationales Ordnungssystem unter Führung der UN.

Auch Geschlechtergerechtigkeit ist zehn Jahre nach dem Weltsozialgipfel und nach der 4. Weltfrauenkonferenz noch längst nicht hergestellt, und dies nicht einmal in der Europäischen Union und in Deutschland. Trotz einer zunehmenden Teilhabe von Frauen an Bildung und Beschäftigung sind Frauen noch immer nicht gleichgestellt, wo es um soziale und wirtschaftliche Macht geht.

Der Social Watch Deutschland Report wird zum fünften Mal von Social Watch Deutschland vorgelegt. Herausgeber sind: Asienhaus Essen, Brot für die Welt, Caritas International, DGB-Bildungswerk, Diakonisches Werk der EKD, Evangelischer Entwicklungsdienst, Global Policy Forum Europe, Friedrich-Ebert-Stiftung, IG Metall, terre des hommes Deutschland, WEED, Werkstatt Ökonomie und WOMNET / NRO-Frauenforum. Social Watch Deutschland ist ein Zusammenschluss von 28 entwicklungs- und sozialpolitischen Organisationen und Institutionen, politischen Stiftungen und Gewerkschaften.

Aus dem Inhalt:

  • Zehn Jahre nach Kopenhagen und Peking, zehn Jahre bis 2015 - eine politische Zwischenbilanz. Mit Beiträgen von Roberto Bissio, Christa Wichterich und Social Watch
  • Zehn Jahre deutsche Entwicklungspolitik und internationale Politik - Ein Beitrag zur Umsetzung der Beschlüsse von Kopenhagen und Peking. Mit Beiträgen von Klaus Heidel, Jens Martens, Peter Lanzet, Michael Frein, Klaus Schilder, Thomas Fues, Niklas Reese, Peter Rottach und Social Watch
  • Zehn Jahre Umsetzung der Beschlüsse von Kopenhagen und Peking für Deutschland: Was wurde erreicht?. Mit Beiträgen von Klaus Heidel, Christoph Butterwege, Sven Giegold, Gisela Rubbert und Heiko Kauffmann
  • Soziale Entwicklung weltweit
  • Tabellen zur weltweiten Umsetzung internationaleer Entwicklungsziele

Schutzgebühr: 2 Euro zzgl. Versandkosten (2 Euro innerhalb Deutschland).

Der Report kann bestellt werden bei:

WEED, E-mail: weed@weed-online.org oder online unter: www.weed-online.org/publikationen/bestellung/index.html

Die pdf steht kostenlos zur Verfügung.

Zugehörige Dateien:
Social_Watch_Report_2005.pdfDownload (1459 kb)