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Podiumsdiskussion: Cum-Ex: Der organisierte Griff in die Staatskasse - Was sind die Konsequenzen?

09.12.2019 | Öffentliche Podiumsdiskussion mit Bundesfinanzminister Scholz und Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Zivilgesellschaft und Strafverfolgungsbehörden am 9.12.2019 in Berlin

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Abendverantstaltung zu fairer IT an der TH Ulm

28.11.2019 | Technische Hochschule Ulm, ab 17:30 Uhr

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W&E Infobrief

Briefingpaper: Rohstoffpolitik vom Kopf auf die Füße stellen

15.11.2012: Verschiedene positive Ansätze im globalen Süden zeigen, wie es zu einer größeren Teilhabe und mehr Nutzen der Bevölkerung an Rohstoffvorkommen kommen kann.

   Briefingpaper: Rohstoffpolitik vom Kopf auf die Füße stellen

Obwohl der Rohstoffabbau zahlreiche negative Auswirkungen auf Mensch und Umwelt hat, wie Raubbau, Ausbeutung oder vergiftete Flüsse, plant die EU ihren liberalen Kurs fortzusetzen und europäischen Investoren mit weiteren Begünstigungen den freien Zugang zu Rohstoffen zu sichern. Gegenstimmen und Widerstände kommen jedoch aus den Abbau-Regionen selbst.

In Afrika versucht die Zivilgesellschaft Druck auf die Politik aufzubauen und mehr Transparenz zu erwirken. Denn nur der öffentliche Zugang zu Informationen über die Rohstoffgeschäfte kann die vorherrschende Korruption eindämmen und zu mehr Gerechtigkeit vor Ort führen.

In Indien wird bereits auf legislativer Ebene versucht den Menschen vor Ort mehr Rechte und Nutzen an den Rohstoffen ihrer Region zu verschaffen. Der Entwurf eines neuen Bergbaugesetzes stärkt die lokale Teilhabe bei der Lizenzvergabe und sieht eine Gewinnbeteiligung der lokalen Gemeinden vor. Weiterhin sollen verschiedene Kontrollinstanzen und ein nationaler Mineralienfond geschaffen werden, welcher auch Lösungen in Richtung nachhaltiger Abbaumethoden entwickelt.

In Lateinamerika gibt es Ansätze, die darauf abzielen, im Zuge einer neuen Ökonomie die Abhängigkeit von Rohstoffexporten zu überwinden. Durch kleinangelegte Extraktionsprojekte, die auf lokaler Nachfrage basieren, sollen alternative Jobs geschaffen und ökologische Kosten gesenkt werden. Im Vordergrund müssen der Erhalt der Ökosysteme und die Armutsbekämpfung stehen.

Zugehörige Dateien:
Rohstoffpolitik_BriefingWEB121112.pdfDownload (1231 kb)