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Veranstaltungen / Aktionen

Online-Fachgespräch am 30.11.2021 "Automobilindustrie in der Pflicht: Sorgfaltspflichten zwischen politischen Anforderungen und unternehmerischer Praxis"

12.10.2021 | INKOTA, WEED, PowerShift, Brot für Alle und Fastenopfer laden ein zur Diskussion mit Vertreter*innen aus Industrie, Politik und Zivilgesellschaft über die anstehenden Herausforderungen und gesetzgeberischen Prozesse wie die Sorgfaltspflichtenregulierungen und die Batterienregulierung auf EU-Ebene

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Webinar "E-Mobilität auf dem Prüfstand - Verletzungen des Menschenrechts auf Wasser am Beispiel von Lithium"

29.09.2021 | Was steckt in den Batterien, mit denen E-Autos, E-Fahrräder und E-Roller angetrieben werden? Am Beispiel des metallischen Rohstoffs Lithium gibt das Webseminar einen Einblick in die globalen Wertschöpfungsketten der E-Mobilität.

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W&E Infobrief

WEED-Hintergrund "Ratingagenturen und Entwicklungsländer"

03.08.2011: Der Hintergrund führt in das Thema Ratingagenturen, aktuelle Probleme und Reformen sowie die Relevanz für Entwicklungs- und Schwellenländer ein.

   WEED-Hintergrund "Ratingagenturen und Entwicklungsländer"

Seit dem Ausbruch der globalen Finanzkrise stehen Ratingagenturen wegen der Fehleinschätzungen von Kreditausfallrisiken massiv in der Kritik. Mit ihren geschönten Ratings haben sie die Finanzkrise mit verursacht. Doch nach wie vor sind private Ratingagenturen machtvolle Akteure. Ihre Noten bestimmen nicht nur über die Finanzierungskosten für Unternehmen oder Staaten, sondern werden darüber hinaus für zahlreiche gesetzgeberische Zwecke als Maßstab verwendet. Dass die Dominanz der Ratingagenturen in besonderem Maße für Entwicklungsländer problematisch ist, blendet die aktuelle Debatte aber aus. Dabei sind viele dieser Länder gerade in Krisenzeiten den Verfehlungen und der Macht der Agenturen besonders ausgesetzt. Über die zunehmende Implementierung internationaler Eigenkapitalvorschriften sowie die Präsenz ausländischer Banken werden Ratingagenturen zudem auch in Entwicklungs- und Schwellenländern immer relevanter für die inländische Finanzmarktregulierung. Die USA und die Europäische Union haben zwar inzwischen Maßnahmen eingeleitet, die unter anderem die Abhängigkeit von den wenigen großen Ratingagenturen vermindern soll. Die Rating-Reformen müssen aber die Interessen nachhaltiger Entwicklung stärker berücksichtigen. Dazu gehört, Nachhaltigkeitskriterien im Ratingprozess zu verankern, Ratingkapazitäten jenseits privaten Profitinteresses zu stärken sowie die Entwicklungsländer stärker in die Bankenaufsicht einzubinden und ihren politischen Spielraum zur Regulierung zu vergrößern.

Zugehörige Dateien:
Richter_WEED_Ratingagenturen und Entwicklungsländer.pdfDownload (405 kb)