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W&E Infobrief

WEED Hintergrund: Back to Big Business - Die Weltbank und die Umsetzung des Infrastrukturaktionsplans

30.09.2005: Die Weltbank verweist schon seit langem auf auf die Wichtigkeit von Infrastruktur für die Bekämpfung von Armut. Sie selbst jedoch unterminiert mit ihrer Wachstumsfixiertheit und ihrer Hochrisikostrategie soziale und ökologische Ziele.

Die Förderung von Infrastruktur gehört traditionell zu den Kernbereichen der Weltbank und hat lange Zeit über 40 Prozent des gesamten Kreditvolumens ausgemacht. In den 1990er Jahren führten der Strategiewechsel zum Privatsektor und massive Kritik an den von der Weltbank geförderten Infrastrukturprojekten jedoch zu einem Absinken dieses Anteils auf 21 Prozent. Vor dem Hintergrund des drastischen Rückgangs privater Infrastrukturinvestitionen in Entwicklungsländern und dem Bedeutungszuwachs von Infrastrukturdienstleistungen im Kontext von Wachstumsförderung und Armutsbekämpfung seit Ende der 1990er Jahre vollzog die Weltbank jedoch eine radikale Kehrtwende. Sie verabschiedete 2003 einen Infrastrukturaktionsplan (IAP), mit dem die massive Ausweitung des Infrastrukturportfolios der Bank vorangetrieben werden sollte. Auf der diesjährigen IWF-Weltbank Jahrestagung legte sie einen Fortschrittsbericht zur Umsetzung des IAP vor. Die geplante Revitalisierung des Infrastrukturgeschäfts ist der Bank gelungen. Doch wieder einmal zeigt sie, dass ihr Geschäftsinteresse Vorrang vor sozialer und ökologischer Nachhaltigkeit hat.

Aus dem Inhalt:

  • Die umstrittene Rolle der Weltbank in der Infrastrukturfinanzierung
  • Der neue Fokus: Privatsektorbeteiligung und die Bereitstellung von Infrastrukturdienstleistungen
  • Der Infrastrukturaktionsplan von 2003
  • Der Fortschrittsbericht vom September 2005
  • Gigantomie auf Kosten einer sozialen und ökologischen Entwicklung
Zugehörige Dateien:
050930_weed_hintergrund_infrastruktur.pdfDownload (556 kb)

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