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Elektromobilität mit Nebenwirkungen - Folgen des Lithiumabbaus in Bolivien, 29.06.22

16.06.2022 | Am Beispiel des Lithiumabbaus in Bolivien werden die globalen Auswirkungen unseres Rohstoffhungers diskutiert. Online-Veranstaltung von 19.00 - 20.30 Uhr

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Web-Seminar am 21.06.2022 "Foulspiel mit System"

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StopEPA-Protestaktion vor dem Deutschen Bundestag in Berlin

28.09.2007: Afrika nicht überrollen! Ungerechte EU-Freihandelsabkommen gefährden die Entwicklung Afrikas!

  

Mitglieder von 30 entwicklungspolitischen Nichtregierungsorganisationen aus Deutschland versammelten sich anläßlich des internationalen StopEPA-Tages vor dem Deutschen Bundestag in Berlin, um davor zu warnen, dass die EU mit den geplanten regionalen Freihandelsabkommen ("EPAs") Afrika zu überrollen droht. Mit einer Dampfwalze und einer Afrika-Karte haben AktivistInnen gegen die neoliberale Handelspolitik der Europäischen Union protestiert. Die Protestierer stemmten sich symbolisch in der Nähe des Reichstag gegen eine mit Fahnen der EU beklebten Walze und skandierten: "Afrika nicht überrollen" und "Stoppt EPAs!".

Frauke Banse vom globalisierungskritischen Netzwerk Attac kritisierte, die Abkommen setzten die afrikanischen Gesellschaften einer vernichtenden Konkurrenz aus. Die EU fordere, die Märkte nicht nur für europäische Waren zu öffnen, sondern auch für Investitionen und Dienstleistungen. Als Folge dieser Liberalisierungen werde die Arbeitslosigkeit steigen und die Armut zunehmen.

Michael Frein vom Evangelischen Entwicklungsdienst nannte es einen Skandal, dass afrikanische Länder sich bereits jetzt nicht ausreichend vor Billigimporten aus der EU schützen könne. Ein Beispiel seien Hähnchen: "Wir laden unsere Reste auf den afrikanischen Märkten ab, die Hühnerproduzenten dort verlieren ihre Einkommensquellen. EPAs werden zu weiteren Zollsenkungen führen, dadurch werden die EU-Exporte noch zunehmen, die Menschen in Afrika werden dafür die Zeche zahlen", meinte Frein.

Zugehörige Galerien:
StopEPA-Aktion 2007