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Elektromobilität mit Nebenwirkungen - Folgen des Lithiumabbaus in Bolivien, 29.06.22

16.06.2022 | Am Beispiel des Lithiumabbaus in Bolivien werden die globalen Auswirkungen unseres Rohstoffhungers diskutiert. Online-Veranstaltung von 19.00 - 20.30 Uhr

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Web-Seminar am 21.06.2022 "Foulspiel mit System"

23.05.2022 | Katar Fußball-WM 2022: Menschenrechte & Globale Gerechtigkeit im Sport. Online-Veranstaltung von 18:30 bis 20:00 Uhr.

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"Kyoto vergessen oder verbessern?” - Wie bewegen wir das Klima?

25.04.2009: Streitgespräch auf dem Kongress "McPlanet.com 2009: Game.Over - Neustart" mit verschiedenen Spektren der klimapolitischen Szene. Moderation: Bernd Brouns (WEED)

Seit knapp zwei Jahren erschallt vieler Orts der Ruf nach einer neuen Klima-Bewegung. Mit diesem Ziel wurde im April 2007 die Klima-Allianz gegründet, die mittlerweile ein breites Spektrum von über 100 Mitgliedsorganisationen aus Umwelt- und Entwicklungsverbänden, Kirchen und Gewerkschaften umfasst. Doch auch jenseits der etablierten Verbände bewegt sich was. Der G8-Gipfel in Heiligendamm war ein Weckruf für die globalisierungskritische Linke sich des Themas "Klima" anzunehmen. War "Klimapolitik" bislang in der (radikalen) Linken als grünes Mittelstandsthema und Nebenwiderspruch abgetan worden, so überschlugen sich fortan linke Zeitschriften mit "Klima"-Schwerpunkten. Das Klimacamp in Hamburg im August 2008 war eines der Kristallisationspunkte dieser neuen linken Klimabewegung. Das "Klimacamp"-Spektrum reichte von Attac und Linksjugend.solid bis in die radikale und (post)autonome Linke - Umweltverbände waren kaum vertreten. Im "Kopenhagen-Prozess" findet gegenwärtig eine international vernetzte Mobilisierung zum UN-Klimagipfel nach Kopenhagen (Dezember 2009) statt. Die Klima-Allianz wie die neue linke Klimabewegung unterscheiden sich durch gänzlich verschiedene Ansätze und Vorstellungen von "Bewegung". Auf der einen Seite der Versuch der Klima-Allianz, durch eine Mobilisierung breiter "bürgerlicher" Bevölkerungsschichten den Klimaschutz voranzutreiben. Auf der anderen Seite ein explizit systemkritischer Ansatz, der die kapitalistischen Produktions- und Konsummuster als Ursache des Klimawandels begreift und - in teilweise expliziter Abgrenzung zu den etablierten "Nicht-Regierungsorganisationen" - in erster Linie die Bewegungslinke für das Thema "Klimagerechtigkeit" sensibilisieren will. Beide Spektren agieren bislang weitgehend separat voneinander, Debatten untereinander finden so gut wie nicht statt. Der Workshop soll Vertreterinnen und Vertreter beider Seiten zu einem Streitgespräch zusammenführen. Dabei soll es um zum einen um über verschiedene Vorstellungen über Organisationsformen gesellschaftlicher "Bewegungen" gehen. Zum anderen soll mit Blick auf den UN-Klimagipfel in Kopenhagen entlang der Frage "Kyoto vergessen oder verbessern?" über Sinn und Unsinn dieser Verhandlungen diskutiert werden.