WEED unterzeichnet offenen Brief an Kommissionspräsident Barroso gegen zuviel Konzerneinfluss in der EU
In einem offenen Brief an den EU-Kommissionspräsidenten José Manuel Barrosso fordern WEED und über 50 weitere zivilgesellschaftliche Gruppen aus über zwölf europäischen Ländern eine Einschränkung des starken Einflusses von wirtschaftlichen Lobbyverbänden auf die EU-Politik. Sie kritisieren, dass die über 15 000 Lobbyisten in Brüssel jeden Fortschritt in der europäischen Sozial- und Umweltpolitik schwächen und begrüßen die Entscheidung, einen Verhaltenskodex für EU-Kommissare einzuführen. Darüber hinaus fordern sie strengere Regeln bezüglich Transparenz und ethischem Anspruch der Kommissare. Auch die Verpflichtung von Lobbygruppen zu Berichterstattung und amtlicher Eintragung muss stärker überwacht werden, um den Einfluss der Wirtschaft auf die Policen der EU genauer untersuchen zu können. Die neue EU-Kommission wird außerdem aufgefordert, sich klar von den undemokratischen Praktiken ihrer Vorgänger abzugrenzen, so der inzestuösen Beziehung mit dem Trans-Atlantic Business Dialogue (TABD) oder den Privilegien, die dem European Services Forum (ESF) eingeräumt wurden. Der offene Brief soll ein erster Schritt sein für eine breite zivilgesellschaftliche Kampagne gegen den übermäßigen Einfluss von Lobbygruppen in der EU-Politik.
Der vollständige Text des Briefes ist zu finden unter: www.corporateeurope.org/barroso.html
Unterschriften von weiteren europäischen Gruppen sind weiterhin willkommen, Gruppenname und Herkunftsland können geschickt werden an ceo@corporateeurope.org und werden dann auf die Unterschriftenliste gesetzt.







