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Pressemitteilung: Europäische Investitionsbank (EIB) soll nicht weiter Klimawandel finanzieren

27.09.2007: Umweltschützer aus ganz Europa demonstrieren heute in Lubljana, Slowenien. Sie fordern die EIB auf, Investitionen zu beenden, die den Klimawandel vorwärts treiben.

Die Demonstration findet anlässlich des zweitägigen Forums Energie finanzieren - den Klimawandel beherrschen in der slowenischen Hauptstadt statt. Die Demonstranten kritisieren, dass die EIB in den vergangenen fünf Jahren die vierfache Menge Geld für fossile Energien ausgegeben hat, wie für Solar-, Wind- und Holzbiomasse-Energie. (1)

Barbara Kvac, Leiterin des Energieprogramms der lokalen Umweltorganisation Focus sagt: "Die Europäische Kommission hat beschlossen, die Treibhausgasemissionen um mindestens 20% bis 2020 zu reduzieren. Deshalb muss die EIB als Hausbank der EU dringend ihr Energieportfolio ändern, um nicht weiter den Klimawandel zu finanzieren. Die EIB behauptet, sich für Energiesicherheit zu engagieren. Echte Energiesicherheit entsteht aber nur durch Energiesparen und den Ausbau der Erneuerbaren. Sich Ziele für beides zu geben, wäre ein positives Ergebnis dieses Forums. Stattdessen setzt die EIB weiter auf Fossile und wird bei Projekten wie der Nabucco Gaspipeline und der Burgas-Alexandroupolis Ölpipeline als möglicher Geldgeber gehandelt." (2)

Desislava Stoyanova, EIB-Projektkoordinatorin der Umweltorganisatorin CEE Bankwatch erklärt: ‚Den Klimawandel beherrschen' ist ein starkes Signal seitens der EIB. Es hat jedoch nichts mit der Realität zu tun, sobald man unter die Oberfläche der Energiepläne der Bank blickt. Der Nutzen eines tatsächlich nachhaltigen Projektes wie das 50 MW Solarkraftwerk in Spanien, wird von der Bank untergraben, indem sie gleichzeitig massenhaft Geld für den Run auf die Fossilen Reserven des Schwarzen und Kaspischen Meeres ausgibt."

Regine Richter von der Umweltorganisation urgewald befürchtet eine eigene Interpretation der EIB, wenn es darum geht, den Klimawandel zu beherrschen: "Die EIB meldete diesen Sommer als erste öffentliche Finanzinstitution Interesse, auch wieder Atomenergie zu finanzieren. Dabei ist Atomkraft keine Lösung gegen den Klimawandel."

Weitere Informationen:
Barbara Kvac, Focus
Tel: + 386 40 722 149

Desislava Stoyanova, Bankwatch
Tel: 00420 776451316

Fotos der Demonstration sind unter press@bankwatch.org erhältlich.

Hintergrundinformationen:

(1) Bankwatch Analyse der EIB Energieinvestitionen 2002-2006 ist unter: bankwatch.org/newsroom/documents.shtml?x=2043953 zu finden; weitere Details zum EIB Forum 2007 hier.

(2) Die EIB hat außerdem gerade ein Memorandum of Understanding mit der Europäischen Kommission unterschrieben, dass auf die Zusammenarbeit abzielt, zur "... creation of a South-East European corridor for gas transportation to the EU; the development of new routes or extension of existing routes to facilitate oil export from the Black Sea to European markets and; the development of the trans-Caspian corridor for oil and gas...". www.bankwatch.org/newsroom/release.shtml?x=2017838