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David gegen Goliath? Die entwicklungspolitische Kohärenz zukünftiger Freihandelsabkommen zwischen Afrika und der EU

27.02.2007: Internationale Tagung, Dietrich-Bonhoeffer-Haus, Berlin

Die entwicklungspolitische Kohärenz der EU-Außenhandelspolitik ist eine der zentralen Forderungen der europäischen Zivilgesellschaft. Nahezu unverändert nimmt die EU dem globalen Süden mit der einen Hand, was sie ihm mit der anderen Hand gibt. Die negativen Folgen einer auf Marktzugang und Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit abgestellten EU-Außenhandelsstrategie bleiben damit eine der größten Hürden bei der Umsetzung einer armutsorientierten Entwicklungspolitik und der Erreichung der internationalen Entwicklungsziele, einschließlich der MDGs, in Afrika. Exemplarisch zeigt sich dieser Grundkonflikt in den gegenwärtigen EU-AKP-Verhandlungen über sog. "Wirtschaftspartnerschaftsabkommen" (engl. EPAs). Bis Ende des Jahres sollen umfassende Freihandelsabkommen zwischen 75 Staaten in Afrika, der Karibik und dem Pazifik (AKP) und der EU abgeschlossen werden, die weit über die derzeitigen WTO-Verhandlungen hinausreichen.

Die deutsche Bundesregierung hat zugesagt, sich im Rahmen ihrer EU-Ratspräsidentschaft im ersten Halbjahr 2007 besonders für die entwicklungsförderliche Ausgestaltung der EPAs einzusetzen. Wiederholt hat die Zivilgesellschaft in den AKP-Staaten und der EU dagegen ihre Kritik am derzeitigen EPA-Konzept bekräftigt. Studien zufolge würden einige der ärmsten Länder der Welt der unfairen Konkurrenz mit europäischen Exportprodukten ausgesetzt, lokale Industrien in ihrem Fortbestand gefährdet und politische Entscheidungsspielräume für eine autonome Wirtschafts- und Sozialpolitik weiter reduziert.

Die Veranstaltung soll einen kritischen Blick auf den gegenwärtigen EPA-Verhandlungsstand und die nach wie vor ungelösten entwicklungspolitischen Herausforderungen werfen. Sie soll damit einen zivilgesellschaftlichen Beitrag zur aktuellen Diskussion um die entwicklungsförderliche Orientierung künftiger Handelsbeziehungen zwischen der EU und Afrika leisten, indem sie konkrete entwicklungspolitische Anforderungen für den weiteren EPA-Prozess an die deutsche Bundesregierung als Inhaberin der EU-Ratspräsidentschaft formuliert.

Eine gemeinsame Veranstaltung von:

  • Brot für die Welt
  • Evangelischer Entwicklungsdienst
  • Germanwatch
  • Kirchliche Arbeitsstelle Südliches Afrika (KASA)
  • Koordination Südliches Afrika (KOSA)
  • Netzwerk Afrika Deutschland
  • Oxfam Deutschland
  • terre des hommes
  • Weltwirtschaft, Ökologie & Entwicklung (WEED)

Sie können sich zu dieser Veranstaltung online anmelden.

Die Veranstaltung ist Teil des VENRO-Projekts Afrikas Perspektive - Europas Politik zur deutschen EU-Ratspräsidentschaft!
     

Zugehörige Dateien:
Programm-EPA-270207.pdfDownload (118 kb)
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