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Praktikum Unternehmensverantwortung & nachhaltige Beschaffung ab 15.01.2018

20.10.2017 | Ein Praktikum bei WEED bietet Einblicke in die Arbeit einer Nichtregierungsorganisation und die Möglichkeit, Erfahrung zu sammeln in politischer Öffentlichkeits-, Lobby- und Kampagnenarbeit.

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Berlin: Bezirksübergreifendes Vernetzungstreffen sozial verantwortlicher Einkauf

28.09.2017 | WEED lädt gemeinsam mit dem Fachpromotor für kommunale Entwicklungszusammenarbeit und der CIR ein in die Braustube des Berlin Global Village e.V., Am Sudhaus 2, 12053 Berlin. Los geht's um 16:30 Uhr.

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W&E Infobrief

Menschrenrechte brauchen Verbindlichkeit: Positionspapier zum UN-Treaty-Prozess

18.09.2017: Positionspapier der Treaty Alliance Deutschland "Für eine menschenrechtliche Regulierung der globalen Wirtschaft"

  

Menschenrechtsverletzungen stellen im globalen Wirtschaftssystem keine Ausnahme dar, sondern Unternehmensgewinne speisen sich systematisch aus menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen und niedrigen Umweltstandards. Wenn Unternehmen im Ausland die Rechte von Arbeiterinnen und Arbeitern verletzen, die lokale Bevölkerung von ihrem Land vertreiben oder Schäden für Umwelt und Gesundheit verursachen, bleibt dies jedoch häufig für sie ohne Folgen. Während transnationale Unternehmen über Handels- und Investitionsschutzabkommen sich immer stärkere Rechte und Klagemöglichkeiten vor privaten Schiedsgerichten erstreiten, finden Betroffene häufig weder vor Ort noch in den Heimatländern der Unternehmen Rechtsschutz.

Deshalb fordern zahlreiche Staaten, überwiegend Entwicklungsländer, und hunderte zivilgesellschaftlicher Organisationen die Entwicklung eines internationalen Abkommens zum Umgang mit Menschenrechts- und Umweltverletzungen durch Unternehmen. Momentan haben diese Bemühungen eine neu Dynamik: Im Juni 2014 beschloss der UN-Menschenrechtsrat die Einrichtung einer zwischenstaatlichen Arbeitsgruppe zur Entwicklung verbindlicher Regeln für transnationale Unternehmen. Sie soll ein internationales Abkommen ("UN-Treaty") erarbeiten, das für die Vertragsparteien verbindlich ist, klare Regeln für Unternehmen schafft und den Betroffenen Klagemöglichkeiten eröffnet. Es würde auch zu gleichen Bedingungen im internationalen Wettbewerb führen.

In der nächsten Sitzung der UN-Arbeitsgruppe, die vom 23. bis 27. Oktober 2017 in Genf stattfindet, will die ecuadorianische Verhandlungsleitung einen Vorschlag für Elemente des Abkommens vorstellen. Ob es im neuen Prozess gelingt, dass sich die Staaten auf ein Abkommen einigen, wird auch vom Druck der weltweiten Zivilgesellschaft abhängen. Es ist Zeit für ein durchsetzungsfähiges Regelsystem für die weltweite Wirtschaft, das Menschen wirksam schützt.

In Deutschland unterstützt die Treaty Alliance Deutschland, zu der auch WEED gehört, die Forderung nach einem UN-Abkommen für transnationale Konzerne und andere Unternehmen. Lesen Sie hier Weiteres im Positionspapier.

Zugehörige Dateien:
TreatyAlliance-D_Positionspapier_2017-09.pdfDownload (357 kb)

Personen:
>Annelie Evermann